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| Meinung - Politik | ||||||
| Geschrieben von: Joachim Vonderthann | ||||||
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Verehrter Dr. Bock, sie blühen wieder, die großlinken Träume im vereinigten Deutschland. Nach dem angekündigten Rückzug von Linken-Parteichef Oskar Lafontaine halten viele Sozialdemokraten das letzte Hindernis für ein Koalitionsbündnis mit den SED-Nachfolgern auf Bundesebene für beseitigt. Man sieht sie schon vor sich sitzen beim Unterzeichnen eines Koalitionsvertrags unter dem Motto „Linker Aufbruch“, die Herren und Damen Gabriel und Nahles (für die SPD) sowie Ernst und Lötzsch (für die Linke) – flankiert von Grünen Mehrheitsbeschaffern. Doch allein die designierten neuen Chefs der Linken zeigen, welch fatale Entscheidung dies für die Bundesrepublik wäre – und welch dünne Personaldecke die Linke kennzeichnet. Oder wollen wir wirklich von einem fränkischen Linkspopulisten wie Klaus Ernst regiert werden, der nicht einmal in seinem eigenem bayerischen Landesverband, geschweige denn bei den ostdeutschen Linken genügend Rückhalt hat? Einem politischen Haudrauf und Lafontaine-Zögling, der nur aufgrund seiner West-Herkunft nach oben gespült wurde? Die SPD und ihr Vorsitzender Sigmar Gabriel sollten sich um die Wähler der Linken kümmern, ja. Gerade jetzt, wo der immer noch ostdeutsch ausgerichteten Partei ihre gesamtdeutsche Gallionsfigur Lafontaine abgekommen ist. Eine Annäherung und Anbiederung an Linken-Parteifunktionäre wäre hingegen das völlig falsche Signal. Die Linke muss stattdessen von der Sozialdemokratie jetzt massiv bekämpft werden. Nicht der sozialistische Bruderkuss ist das Gebot der Stunde, sondern der politische Todesstoß.
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