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Meinung - Sport
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Geschrieben von: Patrick Reichelt
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Hand aufs Herz, lieber Sportkamerad Nier, damit haben auch Sie nicht gerechnet. Nicht Titelverteidiger Wolfsburg, nicht Werder Bremen und schon gar nicht die bemitleidenswerte Berliner Hertha – Felix Magaths FC Schalke ist Bayern Münchens neuer böser Geist.
Ganz egal, wie die Sache am Ende ausgehen wird, zumindest die ein oder andere Extra-Schweißperle hat Königsblau dem Branchenführer von der Isar beschert.
Ob das allerdings ein gutes Signal für den deutschen Fußball ist, darf zumindest bezweifelt werden. Denn bei allem gebotenen Respekt für die Aufbauleistung des derzeit wohl besten deutschen Trainers: Schalke 2010 steht für Magerkost im Unterhaltungsbetrieb Profifußball. Streng genommen stehen die Gelsenkirchener sogar für Kicken am Rande der Legalität.
Bayern-Manager Christian Nerlinger mahnte zuletzt nicht zu Unrecht an: Kein Bundesligist hat die sogenannten taktischen Fouls so ungeniert zum Stilmittel erklärt. Kleine, aber eben unfaire Aktionen, mit denen sich des Gegners Spiel wirkungsvoll zerstören lässt. Platz eins in der Foulstatistik ist Schalke schon lange sicher – mit zu weitem Abstand führt Magaths Team die ligaweite Treter-Tabelle an. Nur die Unparteiischen haben's offenbar noch nicht bemerkt. In der Hitliste der gelben Karten ist S04 auffällig unauffälliges Mittelmaß. Erlaubt ist, was nicht verboten ist – solange nicht stärker durchgegriffen wird, wird das strategische Treten auf Schalke weitergehen.
Zerstörung würde dann auch weiterhin der Kreativität den Kampf ansagen. Und das wäre doch ein denkbar schlechtes Signal. Oder, Sportsfreund Nier?
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