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Meinung - Sport
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Geschrieben von: Christian Nier
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Lieber Sportsfreund Reichelt, Fußball ist Emotion, Fußball ist Leidenschaft, Fußball ist Faszination! Aber Fußball ist auch menschlich – mit allen Vor- und Nachteilen. Das macht ihn so spannend und authentisch.
Über die Jahre hinweg entwickelte er sich zur Sportart Nummer eins in Deutschland. Unangefochten. Den Weg zum erfolgreichsten (Freizeit-)Sport hat der Fußball ohne technische Hilfsmittel zurückgelegt. Die zuweilen als hart und ungerecht eingestuften Begleiterscheinungen werden uns heutzutage immer häufiger vor Augen geführt. Superzeitlupen und gefühlte 50 Kameras im Stadion lassen nichts ungesehen.
Gegeben hat es diese vermeintliche Härte aber schon seit Bestehen des Fußballs. Genau wie Fehlentscheidungen. Da wird sich über den Unparteiischen echauffiert, weil der Stürmer beim fünften Betrachten der Zeitlupe doch ein paar Zentimeter im Abseits stand, das Schiedsrichtergespann dies aber nicht sah.
Emotionen und Leidenschaft gehören ins Stadion und aufs Feld. Schwalben, versteckte Fouls oder nicht gegebene Tore: All das sind die Momente, die uns wirklich im Gedächtnis bleiben. Sie produzieren spöttische Fangesänge, leidenschaftliche Stammtischdiskussionen und sie sind Gegenstand jeder Fußballsendung. Auch das macht das Spiel so faszinierend.
Mit technischen Hilfsmitteln wie Torkamera, Videobeweis und Chip im Ball werden wir die Fehlentscheidungen vielleicht reduzieren, doch gleichzeitig verbannen wir das Menschliche dieses Sports. Die Spieler machen Fehler, Zuschauer machen Fehler, wir machen täglich Fehler – ein Schiedsrichter muss auch Fehler machen dürfen. Fußball muss menschlich bleiben! Und Menschen unterlaufen nun mal Fehler. So ist das Leben.
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